Analytische Selbsterfahrungsgruppe


Analytische Selbsterfahrungsgruppe für Angehörige von Frauen mit Essstörung

Die Essstörung einer Angehörigen kann das Zusammenleben eines Paares oder auch einer Familie sehr belasten. In dieser Situation kann es schwierig sein bei sich selbst zu bleiben bzw. wieder zu sich selbst zu finden. Um diesen Prozess zu unterstützen wird im FrauenGesundheitsZentrum Heidelberg eine analytische Selbsterfahrungsgruppe für Angehörige angeboten.

Die Vielstimmigkeit der Gruppe bietet ein gleichfalls vielfältiges Angebot an Unterstützung: Worte, Vertrauen und Verständnis zu finden, sich verbunden zu fühlen, von anderen gesehen und gespiegelt zu werden, voneinander zu lernen, Feedback und Anerkennung zu geben und zu bekommen, Wichtiges über sich selbst zu erfahren, neue Verhaltens- und Kommunikationsweisen auszuprobieren, aber auch Rückhalt zu haben, um mit sich selbst in Kontakt zu kommen und um sich – auch unangenehmen – eigenen Gefühlen und Bedürfnissen zu stellen. Die Verbundenheit, die sich im Gruppenprozess einstellt, ermöglicht diese (oftmals) neuen Erfahrungen. Dabei kann die aktuelle Lebenssituation vor dem Hintergrund der eigenen Vergangenheit auch im „Hier und Jetzt“ der Gruppe erlebt und verstanden werden. Mit dem „Hier und Jetzt“ ist gemeint, dass beispielsweise Konflikte innerhalb der Gruppe zur Lösung eigener Schwierigkeiten außerhalb der Gruppe beitragen können. Die analytische Selbsterfahrungsgruppe als ein besonderer und außeralltäglicher Rahmen stellt hierfür einen sicheren Raum zur Verfügung: Jede*r kann und soll sich hier in einer akzeptierenden Atmosphäre offen, spontan, ehrlich und frei äußern können. Alles darf gesagt werden. Damit dieses offene Gespräch möglich ist, sollten die Teilnehmenden außerhalb der Gruppe in keiner engen Beziehung zueinander stehen (z. B. keine Partner*innen, Freund*innen oder Kolleg*innen sein). Alles was in der Gruppe gesprochen wird und passiert unterliegt der Verschwiegenheit. Für diesen Rahmen ist es auch wichtig, dass alle Teilnehmenden verbindlich und regelmäßig möglichst an allen Gruppensitzungen teilnehmen.



Organisatorischer Rahmen

• Das Mindestalter für die Teilnahme liegt bei 18 Jahren.

• Die Gruppe wird entsprechend der aktuellen Corona-Verordnungen durchgeführt.

• Kostenlose Vorgespräche mit der Gruppenleitung zum Kennenlernen, sowie für Informationen zur Gruppe sind jederzeit möglich.

• Die Gruppengröße liegt zwischen 3-9 Teilnehmenden. Es können fortlaufend neue Teilnehmende aufgenommen werden, wenn es einen freien Platz in der Gruppe gibt.

• Die Gruppe findet außerhalb der Schulferien und gesetzlicher Feiertage (BaWü) wöchentlich statt. Der Termin und der Ort werden im Vorgespräch bekannt gegeben.

• Teilnehmende der Gruppe zahlen einen Beitrag von 50€ pro Monat (ca. 15€ pro Abend). Dieser Beitrag ist monatlich im Voraus an das FrauenGesundheitsZentrum zu überweisen (Spendenbescheinigungen und Ermäßigungen, wenn nötig, sind möglich. Für versäumte Sitzungen, ob entschuldigt oder nicht, kann der Betrag nicht zurückerstattet werden.)

Terminvereinbarungen für die Vorgespräche können ab sofort unter 06221 – 21317 vereinbart werden.